Strenggenommen gibt es die totale Film/Fotoechtheit nicht. Allein nur schon das Kopieren meiner Original-Dias auf unsere Homepage ist abhängig von der verwendeten Software, beziehungsweise deren Einstellung, des weiteren von der Einstellung des Bildschirms durch den Betrachter, die Betrachterin.
Jedoch bin ich bemüht, grösstmögliche Authentizität zu erreichen. Manipulationen sind in keinem Falle vorhanden, selbst wenn es noch so danach aussieht! Sämtliche hier zu sehende Fotos entsprechen der Wirklichkeit, wie sie zum Zeitpunkt der Aufnahme stattfand.
Das Nichtausführen von Fotomanipulationen und / oder bildverändernder Fotobearbeitung hat den Vorteil, dass die Bilder völlig authentisch sind, einen viel grösseren Erlebniswert bieten, eben Echtheit.
Auch mag man noch staunen, dass die natürlich vorkommenden Lichtverhältnisse oder kuriose Lichtstimmungen noch lange nicht ausgeschöpft sind. Das Nichtbenützen der Bildbearbeitung hat aber auch Nachteile: Ein Bild von einwandfreiem Hauptmotiv mit unschönem Hintergrund, oder mit Fehlern ist eigentlich im Digitalzeitalter kein Problem mehr. Nach klassischer Art hat so ein Bild selten einen Verkaufswert, resp. es wandert in den Abfallkübel...
Meine Bilder zeigen das Wetter so wie es zum Fotozeitpunkt war, also von perfektem strahlendem Himmelblau zu durchmischt bis zu eher langweiligem Wolkengrau. Genau gleich im Wasser: Dass Meerwasser ist in keinem Fall "durchsichtig". Je nach Ort meint man tatsächlich, es sei glasklar, das sind die Glücksmomente! Meistens ist die Sichtweite weder besonders schlecht noch gut, sondern durchzogen. Gewisse Fototechniken mit der richtig gewählten Linse lassen den "Schnee" so klein erscheinen, dass es das Bild nicht mehr allzu stark stört. Ist das Wasser sehr trüb, und kommt dazu noch ein starker Blitz von Vorne, so ist ein unschönes "Staubfoto" unvermeidlich.Mitunter braucht es mehrere Anläufe für das selbe Bildmotiv, bis ein brauchbares Ergebnis vorliegt.
Fotografen, weniger die Anfänger, vielmehr die erfahrenen Fotografen, weisen eine Mischung aus eher kindlichem Verhalten gepaart mit einem gewissen Masochismus auf (mich selbst nicht ausgeschlossen). Zeigt dann der Fotograf jemandem seine Bilder, so muss dieser sie wenn immer möglich "schön" finden. Fast wie beim Kindergartenkind. Bei Erwachsenen ist diese Situation mit Intellekt und Lebenserfahrung bereichert, aber im Kern ändert das nichts an der Sache.
Zukünftig kann auch das ändern. In hundert Jahren hat man vielleicht nicht mehr die Möglichkeit, nur für ein Foto auf einen 4000er Berg zu steigen, wenn 1 Liter Benzin 25 Franken kostet, oder man schaut das als definitiven Irrsinn an, da alles was nicht 3 Dimensionen hat, durchs Internet getauscht wird?